Höhe, Punkt.

Johannishöhe Sankt Laurent

 

Klingt nach Höhe. Ist ein Höhepunkt. Wobei sich die namensgebende Lage, die nah am niedrigsten Punkt von Österreich liegt, keine drei Flaschen über das Flachland erhebt. Dennoch sind die Eigenschaften dieser fantastischen Einzellage von einem Ende zum Anderen gewaltig verschieden. In der Mitte purer Schotter, so karg, dass man sich wundert, wie hier überhaupt Reben gedeihen können. Zu beiden Enden hin immer erdiger, humoser und noch ein wenig niedriger. So sind die Trauben fast jedes einzelnen Stock zu einem anderen Zeitpunkt reif, was diesem Wein seine immense Vielschichtigkeit gibt. Apropos: Startet fein fruchtstüß und floral, füllt mit Himbeeren den Mund, kommt kühl und immer schöner mit nicht zu viel Tannin und animierender Trinkfreude. Schwingt sich immer weiter auf, weitet sich. Am besten und liebsten ganz solo (ohne Begleitmusik, ohne Speisenbegleitung), eventuell in netter Begleitung mit viel Zeit und Ruhe genießen. Oh mein Johannes!

Sankt Andräer Johannishöhe Sankt Laurent 2014: 11,5 % Vol. Alc. / 4,9 g Säure / 1,0 g Restzucker